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Gesund Leben


Laborwerte verstehen


Ein Rundum-Check beim Arzt steht an und die Blutwerte werden untersucht. Doch was bedeuten die fachlichen Ausdrücke und Abkürzungen auf dem Laborbefund? Und wie sind die Normwerte einzuordnen?


Fünf wichtige Laborwerte auf einem Blick:

Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten – diese Werte liefern Aufschluss über die Konzentration der einzelnen Blutzellen, welche sich in rote und weiße Blutkörperchen sowie Blutplättchen aufgliedern. Die Normwerte Glieder sich wie folgt auf:

  • Erythrozytenzahl: 4,1 – 5,9 Millionen pro Mikroliter
  • Leukozyten: 4 bis 10 Tausend Leukozyten pro Mikroliter (bei Kindern werden oft deutlich höhere Werte gemessen)
  • Thrombozytenzahl: 140 bis 360 Tausend pro Mikroliter


Hämatokrit (Hkt, Hct und Hk) – Der HKT-Wert zeigt im Grunde den Wasserhaushalt des Patienten an. Man bestimmt den Anteil der Blutzellen im Gesamtbild und auch die Fließfähigkeit des Blutes. Ist das Blut umgangssprachlich „zu dick“, steigt der Hämatokrit-Wert, z.B. aufgrund mangelnder Flüssigkeitsaufnahme. Dies kann Herz und Kreislauf stark belasten. Niedrige Hämatokrit-Werte deuten dagegen auf eine Überwässerung oder auf eine Blutarmut hin. Als normal gelten bei Frauen rund 36 bis 48 Prozent und bei Männern 40 bis 53 Prozent.

Hämoglobin (Hb) – bezeichnet man als den roten Blutfarbstoff. Dieser transportiert den Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid im Blut. Niedrige Werte deuten oft auf Eisenmangel hin. Der Normalwert ist abhängig von Geschlecht und Alter. Ein Hämoglobinwert zwischen 14 und 18 Gramm pro Deziliter gilt bei Männern als normaler Hb-Wert. Frauen sollten 12 – 16 d/dL aufweisen.

Hämoglobin A1c (HbA1c) – Der HbA1c ist eine Unterform des Hämoglobins und spielt bei Diabetes eine wichtige Rolle. Mit diesem Wert misst man den durchschnittlichen Zuckergehalt im Blut. In Deutschland wird der Befund meist als Prozentsatz des gesamten Hämoglobins angegeben. Der Normwert liegt hier bei
unter 5,7 Prozent. Ab 6,5 Prozent spricht man von der Zuckerkrankheit.

Gamma-GT (GGT) – Hierbei handelt es sich um einen Leberwert. Ein erhöhter Wert kann auf Erkrankungen der Leber oder Gallenwege hinweisen. Auch der Verdacht auf Alkoholmissbrauch kann mit dem GGT überprüft werden. Der Wert ist sehr empfindlich und kann schon bei geringem Alkoholkonsum erhöht sein. Die Norm variiert je nach Alter und Geschlecht, bei Männern liegt sie bis 60 und bei Frauen bis 40 U/l. Die Höhe ist proportional zum Umfang der Leberschädigung. Je höher der Wert desto größer also der Schaden.


Neben diesen Blutwerten werden noch viele Weitere in einem kleinen und großen Blutbild untersucht. Dazu gehören wichtige Mineralstoffe wie Kalzium, Eisen und Magnesium sowie Hormone.


Wichtiger Hinweis:

Die angegebenen Referenzwerte unterscheiden sich von Labor zu Labor stark. Zudem kann es starke tageszeitliche und saisonale Schwankungen ohne Krankheitswert geben. In jedem Fall ist eine Auswertung von Laborbefunden mit einem Arzt durchzuführen. Einzelne Werte sind zudem nicht aussagekräftig. Oft muss ein Zusammenhang mit anderen Blutwerten geklärt werden.