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Gesund leben


Frauen brauchen öfter Schilddrüsenmittel


Funktionsstörungen der Schilddrüse treten häufiger bei Frauen als bei Männern auf. Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann zum Beispiel die weibliche Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

Bewohnerinnen der Alpenregionen konnten früher einen ganz speziellen Schwangerschaftstest nutzen: Begann das Kropfband zu drücken, galt dies als Hinweis auf eine Schwangerschaft. Denn in dieser Zeit wächst der Jodbedarf, und die vergrößerte Schilddrüse nahm noch weiter an Umfang zu.


Jodbedarf steigt während Schwangerschaft deutlich

Auf rund 250 Mikrogramm Jod am Tag steigt der Bedarf – das ist mit der Nahrung kaum zu decken. „Schwangere und Stillende müssen Jodtabletten einnehmen“, stellt Endokrinologe Gärtner klar. Davon profitiert das Ungeborene ebenfalls. Dies zeigt auch eine aktuelle Studie, die das Fachmagazin The Lancet veröffentlichte. Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft an einem Jodmangel litten, schnitten im Grundschulalter in verschiedenen Tests im Schnitt schlechter ab.


Unterfunktion kann Fruchtbarkeit beeinträchtigen

Bleibt ein Kinderwunsch unerfüllt, können Funktionsstörungen der Schilddrüse die Ursache sein. Schon eine geringe Unterfunktion kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und das Risiko für eine Frühgeburt erhöhen. Der in Bluttests nachweisbare Mangel lässt sich mit der Einnahme von Schilddrüsenhormonen ausgleichen.


Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse bei Frauen häufiger

Doch nicht nur diese Lebenssituationen sind der Grund, dass Frauen fünfmal so häufig Schilddrüsen-Medikamente einnehmen wie Männer. Auch an Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse erkranken sie deutlich häufiger. Dabei greift das Abwehrsystem körpereigene Zellen an und bringt die Hormonproduktion aus dem Lot. Oft passiert dies erstmals in Zeiten großer hormoneller Umstellung, etwa nach einer Entbindung oder in den Wechseljahren.


Quelle: Maria Haas | Apotheken Umschau | 04.02.2014