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Gesund Leben


Baden oder Duschen?


Ein heißes Bad wärmt Körper und Seele, aber ist es auch gut für die Haut? Ist Duschen die bessere Alternative? Was Hautärzte raten

Entspannendes Bad oder erfrischende Dusche? Zugegeben, so ein Bad ist etwas Schönes: Unter den Schaumbergen entspannen sich verkrampfte Muskeln und der Stress des Tages versickert einfach mit dem Badewasser im Abfluss. Mal ganz abgesehen vom Duft der Badezusätze, von der wohligen Wärme, die an nasskalten Wintertagen besonders gut tut.

Baden trocknet die Haut stärker aus 

Leider gibt es ein fast zwei Quadratmeter großes Aber: unsere Haut. Die freut sich in der kalten Jahreszeit nämlich weniger über ausgiebige Schaumbäder. „Im Winter verliert die Haut durch Kälte und Heizungsluft ohnehin schon viel Feuchtigkeit – ein Bad macht das nur noch schlimmer“, sagt Dr. Hans-Georg Dauer, Hautarzt in Köln und Mitglied des Berufsverbandes Deutscher Dermatologen. Fakt ist tatsächlich: Baden trocknet die Haut meist stärker aus als Duschen, weil sie dabei dem Wasser länger und intensiver ausgesetzt ist.

Auf dem ersten Blick mag es paradox erscheinen, dass ausgerechnet Wasser der Haut Feuchtigkeit entzieht. Es handelt sich auch vielmehr um einen indirekten Effekt: Beim Kontakt mit Wasser verliert die Haut Substanzen, die Wasser binden können. Der Schutzfilm auf der Hautoberfläche wird beschädigt, außerdem quillt die Haut auf. Die in ihr gebundene Feuchtigkeit verdampft dadurch leichter und entweicht. Diesen Effekt spüren wir, wenn die Haut nach dem Baden spannt und juckt. Je wärmer das Wasser ist und je länger wir darin verweilen, desto mehr leidet unsere Hülle.


Vor allem im Winter ist Duschen besser

Zwar gibt es Forscher, die von einem gewissen Gewöhnungseffekt der Haut ausgehen, wenn regelmäßig gebadet wird. Dermatologen raten trotzdem mehrheitlich dazu, Duschen dem Baden vorzuziehen – gerade im Winter. Wenn die Temperatur draußen auf unter acht Grad sinkt, fahren die Talgdrüsen ihre Funktion herunter, bilden weniger Fett und die Schutzschicht der Haut leidet. „Sie dann auch noch mit heißen Bädern zu traktieren, ist keine gute Idee“, sagt Dauer. Wer seiner Haut etwas Gutes tun will, sollte also eher kurz und nicht zu heiß duschen und dabei ölige Waschsubstanzen oder solche mit einem hautneutralen pH-Wert verwenden.


Wer im Winter nicht auf die Wanne verzichten möchte

Sie können sich nicht vorstellen, im Winter ganz auf die Wanne zu verzichten? Dann sollten Sie einige Dinge beachten. „Statt schaumige Badesubstanzen lieber reichhaltige Ölbäder verwenden“, sagt Dauer. Achtung: Rutschgefahr! Benutzen Sie am besten eine rutschfeste Wannenmatte. Der Experte rät außerdem, es mit Hitze und Badezeit nicht zu übertreiben. Wärmer als 40 Grad sollte das Wasser nicht sein, ideal sind 35 bis 38 Grad. Wer mehr als 20 Minuten in der Wanne bleibt, schadet nicht nur der Haut, sondern strapaziert eventuell auch den Kreislauf. Wer Herz-Kreislauf- oder Hautkrankheiten hat, fragt zuvor seinen Arzt, ob Bäder erlaubt sind. Als Faustregel gilt: Je trockener die Haut, desto kürzer das Bad.


Nach dem Bad: Sanft abtrocknen, rückfettende Creme verwenden

Was kann man noch tun? Nach dem Baden sollte man sich sorgfältig abtrocknen, ohne dabei mit dem Handtuch über die Haut zu rubbeln. Sanft abtupfen bekommt ihr besser. „Wer anschließend den ganzen Körper mit einer rückfettenden Lotion eincremt, hilft der Haut dabei, ihren natürlichen Schutzmantel wieder aufzubauen“, sagt Dauer. Besonders gut eigneten sich dafür fetthaltige Körperemulsionen aus der Apotheke. Lassen Sie sich am besten beraten, welche Produkte am besten zu Ihnen passen.

Tipp: Warten Sie mit dem Eincremen, bis Sie nicht mehr nachschwitzen, die Haut aber trotzdem noch ein wenig feucht ist. Dann nämlich kann sie Pflegeprodukte besonders gut aufnehmen und speichern. Und falls Sie sich wundern, dass in vielen Cremes und Lotionen Wasser enthalten ist: Durch die Kombination mit anderen Wirkstoffen kann die Haut das Wasser binden, deshalb schadet es ihr in diesem Fall nicht.


Quelle: Apotheken Umschau, Nina Himmer, 28.11.2013